Facebook Gewinnspiel-Richtlinien

27. Mai 2013 at 17:58

Facebook-Apps und Facebook-Tab-Pages unterliegen einer ganzen Menge Regeln, die es zu beachten gibt. Tatsächlich verstoßen wahrscheinlich die meisten Aktionen und Apps auf Facebook mehr oder weniger stark gegen diese Richtlinien. So ist es zum Beispiel mittlerweise verboten, mit Pfeilen zum „Like“ Button zu deuten und die Leute aufzufordern diesen zu drücken. Auch für Gewinnspiele gelten eine Menge Vorschriften.
Für Hannover 96 habe ich mich ein wenig damit beschäftigt und aus verschiedenen Quellen die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

Eventuell hilft es ja dem ein oder anderen. Der hier abgebildete Stand ist dabei Mai 2013 – die Richtlinien verändern sich aber immer wieder und ich bin auch kein Jurist 🙂

Regeln

  1. Den Anwendungs-Richtlinien entsprechend müssen Facebook Gewinnspiele auf einer Canvasseite oder Seiten-Anwendung organisiert werden.
  2. Alle Gewinnspiele müssen deutlich machen, dass Facebook an ihrer Organisation nicht beteiligt ist.
  3. Die Teilnahme an einem Gewinnspiel darf nicht von einer Facebook-Funktion abhängig sein – außer von der ‚Gefällt mir‘-Angabe auf einer Seite, dem Einchecken an einem Ort oder dem Verbinden mit einer Anwendung.
  4. Die Teilnahme an einem Gewinnspiel darf nicht durch die Nutzung einer Facebook-Funktion erfolgen – schon gar nicht automatisch. Auch eine Abstimmung im Rahmen eines Gewinnspiels muss ohne den Einsatz der Facebook-Funktionen vonstattengehen.
  5. Die Gewinner dürfen nicht über Facebook benachrichtigt werden.

Stand 02.05.2013 Die Details immer aktualisiert hier: Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten

 

Zu 1

Canvas-Seiten und Seiten-Anwendungen werden nur auf der Facebook-Seite eingebettet liegen aber auf externen Servern. So distanziert sich Facebook von jeglicher Haftung für rechtwidrige Gewinnspiele von Dritten. Außerdem möchte Facebook damit seine Nutzer vor Belästigungen durch Spam schützen.

Das bedeutet aber auch, dass Gewinnspiele auf der Pinnwand bzw. Chronik eines Unternehmens eigentlich nichts verloren haben.

 

Zu 2

Gewinnspiele auf Facebook sollten folgende Elemente enthalten, am besten in den Teilnahmebedingungen:

  • Eine vollständige Freistellung von Facebook von jedem einzelnen Teilnehmer
  • Die Anerkennung, dass das Gewinnspiel in keiner Verbindung zu Facebook steht und in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert wird.
  • Eine Offenlegung, dass der Teilnehmer die Informationen dem Empfänger der Informationen und nicht Facebook bereitstellt.

 

Zu 3

Die Registrierung für bzw. die Teilnahme an einem Gewinnspiel/ einer Promotion darf nicht davon abhängig gemacht werden, dass Nutzer gezwungen sind, durch Facebook-Funktionen eine Handlung durchzuführen. Der Fan darf nicht dazu aufgefordert werden einen Beitrag auf der Chronik zu liken, zu teilen, zu kommentieren oder etwas zu posten um an einem Gewinnspiel teilzunehmen (Promotion Guidelines).

Dies gilt nicht nur für Facebook-Funktionen auf der Chronik sondern auch für alle möglichen Facebook-Plugins, die auf externen Inhalten eingebaut werden können. So dürfen Nutzer auch nicht innerhalb einer Applikation dazu gezwungen werden mit Facebook-Funktionen Handlungen durchzuführen. Ob ein Nutzer die Social-Plugins von Facebook (Like-Button, Kommentarfunktion, Teilen-Funktion, Markierungsfunktion, etc.) innerhalb einer Applikation nutzt, soll ihm selbst überlassen bleiben und nicht als Bedingung für die Teilnahme an einer Aktion gelten.

Was erlaubt ist: Bild: Pringles FantesticIncentiviertes „Freunde einladen“ im Sinne von „Member-gets-Member“. Im Rahmen der Fantestic Flavor Explosion von Pringles Deutschland sollten Nutzer ein eigenes Schlaaaand Team gründen und hatten außerdem die Möglichkeit mittels der Facebook Einladungsfunktion bis zu drei Freunde in das eigene Team einzuladen. Mit jeder tatsächlich angenommenen Einladung, konnte der Team-Chef die Gewinnchancen seines Teams erhöhen. Das Entscheidende hier ist, dass die eingeladenen tatsächlich annehmen und die App besuchen müssen. Das reine Versenden von Einladungen gilt hier nicht (denn es kann schnell zu SPAM führen).

Die zweite Funktion welche genutzt werden darf ist der „Check-in“. Mit Blick auf Local-Deals (wie z.B. Foursquare) ist es erlaubt es zur Bedingung zu machen, dass ein Nutzer sich z.B. bei Starbucks einchecken muss um ein Incentive zu erhalten.

Ausnahme Fan-Gate: Die große Ausnahme bilden die sogenannten Fangates, bei denen nur Fans einer Seite Zugang zum Gewinnspiel erhalten. Möchte sich ein Nicht Fan für das Gewinnspiel registrieren, muss dieser zuerst Fan der Seite werden, bevor er zum Registrierungsformular weitergeleitet wird. In diesem Fall führt das „Fan werden“ nicht zu einer automatischen Teilnahme am Gewinnspiel, sondern die anschließende Registrierung in einem gesonderten Formular.

 

Zu 4

Bild: Fairy LieblingsduftHier spielt es keine Rolle ob diese Gewinnspielaktion innerhalb einer Applikation, innerhalb eines Facebook Fotoalbums oder auf der Website des Unternehmens erfolgt. Sobald die „Gefällt mir“ Schaltfläche für die Gewinnerermittlung verwendet wird, liegt ein Verstoß gegen die Promotion Guidelines vor.
Was erlaubt ist: Wenn es für den Nutzer nichts zu gewinnen gibt (kein Geld-, kein Nicht-Geld-Gewinn, keine Auszeichnung), darf die „Gefällt mir“ Schaltfläche genutzt werden. Keine Auszeichnung bedeutet, dass auch keine Abstimmung zum “Fans des Monats” oder “Bild des Monats” möglich ist, was im weitesten Sinne eine Auszeichnung wäre. Soll abgestimmt werden, geht man auf Nummer Sicher wenn ein eigens programmierter Voting-Mechanismus in einer separaten App verwendet wird. Im Zuge der „I Love Labello“ App konnten Nutzer schlicht und einfach für ihren Lieblings-Labello voten. Dies stellt also nur eine Erweiterung der einfachen Funktion “Dieses Produkt gefällt mir” dar. Die Abstimmung hat keinerlei Auswirkungen auf einen Gewinn oder Status.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, setzt Produkt-Likes einfach so um wie Fairy. Hier bekommen die Nutzer schlicht die Möglichkeit sich zu ihrer Lieblingssorte zu bekennen. So können erst gar keine Unklarheiten entstehen ob die Verwendung des Buttons nun eine erlaubte oder verbotene Form der Abstimmung darstellt.

 

Zu 5

Teilnehmerdaten dürfen ausschließlich über die Applikation erhoben werden und auch die Gewinner dürfen nur innerhalb der Applikation öffentlich benachrichtigt werden. Das Facebook-Nachrichtensystem (Nachrichten, Pinnwandbeiträge, Tags, Chat, etc.) darf somit nicht zur Gewinnerbenachrichtigung verwendet werden – auch nicht dann, wenn dies über private Profile von Mitarbeitern erfolgt.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, um Gewinnspielsieger in einer Applikation bekannt zu geben. Indem sie etwa in die App-Story integriert werden. Ein Beispiel ist hier die „Pirulo Jungly Expedition“ von Schöller.

Bild: Pirulo Jungly Expedtition

Df Experience 2013

8. Mai 2013 at 17:35

Konferenzen sind ja so ein Thema – oft außen hui, innen pfui, entpuppen sie sich gerne als reine Verkaufsveranstaltungen oder aber man ist zwei Tage total geflasht und geht danach wieder über zum Alltag ohne etwas mitnehmen zu können.

Eine schöne Ausnahme stellt da die Df Experience dar, die Laura, Andi und Sara am 25. / 26.5.2013 besuchen konnten. Dazu möchten wir euch zunächst einen kleinen, allgemeinen Einblick geben. In den nächsten Tagen folgen dann noch Artikel zu den einzelnen Vorträgen.
Die Konferenz fand im Kölner Bürgerhaus Stollwerk statt und ist mit geschätzten 60 – 80 aktiven Teilnehmern eine relativ kleine Veranstaltung. Nachdem sie zwei Jahre als Design for Conversion stattgefunden hatte, wurde der Name geändert, das Konzept einer „Action Conference“ aber blieb weitestgehend erhalten. Tag 1 bestand aus einer Mischung von Vorträgen und den sogenannten Challenges.


Copyright Df Experience

Zwei Sponsoren waren gleichzeitig „Case Owner“: wer-kennt-wen.de (Deutschlands größtes soziales Netzwerk) und betterplace.org (unabhängige Spendenplattform für Geld- und Zeitspenden) kamen mit zwei konkreten Problemstellungen, welche in buntgemischten Teams unter Leitung von Team-Captains bearbeitet wurden. und anschließend in Powerpointfreien Präsentationen den Auftraggebern vorgetragen wurden. Alles auf Englisch übrigens! Nach dem Finale der beiden besten Teams gab es am Ende des Tages ein Gewinnerteam. Auch wenn von uns niemand Teil des Gewinnerteams war, in diesem Fall galt tatsächlich „Dabeisein ist alles“. Die Teamarbeit hat uns auf jeden Fall inspiriert und daran erinnert, wie viel Spaß die Ideenfindung im Team machen kann.

   
Copyright Df Experience

Die wichtigsten wieder- bzw. neugewonnenen Erkenntnisse von Tag 1 sind für uns:

  • Zu Projektstart viel mehr im Team gemeinsam arbeiten und brainstormen, über alle Disziplinen hinweg
  • Mehr mit Papier und Stift arbeiten, als sofort an den Rechner zu gehen
  • Ideen nicht wegen vermeintlicher „Nicht-Machbarkeit“ verwerfen

Laura fasst es so zusammen: „Beim Arbeiten im Team habe ich festgestellt, wie wichtig es ist alle Gedanken zu sammeln und festzuhalten. Ideen die am Anfang der konzeptionellen Arbeit entstehen, können am Ende nochmal wichtig sein und dürfen im Denkprozess nicht verloren gehen. Das Visualisieren und Illustrieren von komplexen Sachverhalten hat in meinem Team den Workflow beschleunigt, da man so nicht immer über einen Satz diskutieren musste. Jeder hat seine Ideen kurz ausgearbeitet/illustriert und vorgestellt. Danach wurde dann eine gemeinsame Kernidee aus allen Ideen entwickelt. Das Arbeiten mit Stift und Papier hat nicht nur Spaß gemacht, sondern förderte den  sehr interessanten und wichtigen Austausch von Ideen und Denkansätzen.“

Tag 2 bot drei verschiedene Masterclasses an, in denen 4 Stunden lang in Gruppen von ca. 10 Leuten ein Thema mit einem der Speaker der Konferenz bearbeitet wurde. Andi besuchte die Masterclass von Stephen Anderson „Seductive Interaction Design“, Sara die Masterclass von Eric Reiss „Usable Usability – Lean UX starts right here“.

Zu den beiden Masterclasses und einem der Vortrag von Tag 1 gibt es dann in den nächsten Tagen mehr.
Unten findet ihr noch einige Links mit Informationen zur Konferenz.
Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich gerne am Laura, Andi oder Sara wenden.


Informationen zu den Speakern der Konferenz:
http://www.designfor.at/events/df-experience-cologne-2013/people/

Andrea Resmini
http://andrearesmini.com/, http://pervasiveia.com/
Vortrag „Pervasive IA – Designing for Cross Channel“

Jim Kalbach
http://experiencinginformation.wordpress.com/
Vortrag „Who do want your costumers to become“
Masterclass „Mapping the User Experience with Alignment Diagrams“ (nicht besucht)
http://experiencinginformation.wordpress.com/workshops/26-april-2013-design-for-experience-cologne-alignment-diagrams/

Stephen P. Anderson
http://poetpainter.com/
Vortrag „Micro Moments“: Artikel dazu von Laura folgt
Masterclass „Seductive Interaction Design“: Artikel dazu von Andi folgt

Eric Reiss

Vortrag (mit Andrea Rimini) „About Beauty“: http://www.slideshare.net/resmini/on-beauty-14538732
Masterclass „Usable Usability – Lean UX starts right here“: Artikel dazu von Sara folgt

Website Konferenz: http://www.designfor.at
Fotos: http://www.flickr.com/photos/95393572@N03/sets/72157633379511481/
Interview mit zwei Organisatoren vom denkwerk: http://www.denkwerk.com/2013/05/02/action-conference-df-experience-in-koln/

Die besten Ressourcen für Designer an einem Ort

3. Mai 2013 at 09:23

 

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