Auswirkungen des Google Updates „Mobilegeddon“

22. Juni 2015 at 11:21
Die Auswirkungen vom Google Update Mobilegeddon

Google Update vom 21. April 2015

 

Es ist bekannt, dass seit dem Google-Update mit dem Spitznamen „Mobilegeddon“ die Mobilfreundlichkeit einer Website als offizieller Ranking-Faktor der mobilen Google-Suche integriert wurde. Dadurch werden Websites, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, in der mobilen Suche schlechter gerankt. Google differenziert und berücksichtigt dabei, inwieweit die einzelnen Unterseiten für mobile Endgeräte optimiert sind und straft nur diese ab. Ziel des Updates ist es, das Thema „Mobile-Friendly Sites“ stärker in den Fokus zu rücken und das Surfen auf mobilen Endgeräten zu optimieren. Unterstützt wird dies auch durch die Auszeichnung „Für Mobilgeräte“, die bei entsprechenden Seiten auf den Suchergebnisseiten (SERPs) angezeigt wird.

Seit dem Update vom 21. April fragt sich die Internet Community ob das Update schwerwiegende Folgen für Websitebetreiber hat. Zunächst schienen die Auswirkungen überschaubar, zumal das Update mit Vorlaufzeit angekündigt wurde und somit die Website rechtzeitig optimiert werden konnte. Google selbst prophezeite, dass das Update langfristige und drastischere Auswirkungen für Websites, die lediglich für die Desktop Variante umgesetzt wurden,  mit sich bringt. Eine „Mobile-Friendly Site“ kann nun dafür sorgen, dass diese im mobilen Ranking aufsteigt. Eine Chance für jeden Betreiber, der eine nutzerfreundliche Responsive Website hat und ein Fluch für diejenigen, die einen Relaunch noch immer nicht für dringend notwendig erachten.

Laut der Studie von „Stone Temple Consulting“ hat das Update deutliche Einbußen für nicht „mobile-friendly“ Websites eingebracht. Hierfür wurden die Top-10-Ergebnisse von 15.235 Suchanfragen vom 17. April mit den Ranking-Daten des 18. Mai verglichen und ausgewertet. 46,6 % der nicht optimierten Websites nahmen deutlich schlechtere Rankingplätze ein und schnitten auch in der Gesamtwertung unverkennbar schlechter ab. Allerdings stiegen 19% dieser Websites im Ranking auf, was darauf zurückzuführen ist, dass weiterhin die Themenrelevanz einer Website als wichtiger Ranking-Faktor gilt und die Qualitätsstandards von Google zwischenzeitig aktualisiert wurden. Für den Zugriff über Mobilgeräte optimierte Websites hingegen schnitten beim Gesamtranking deutlich besser ab. So verbesserte sich das Ranking von „Mobile-Friendly Sites“ um 31,1 %. Wichtig ist, dass 70% der Websites auf den ersten Rankingplätzen bereits für mobil optimiert waren und dadurch nicht weiter aufsteigen konnten.

Auch „searchmetics“ untersuchte die Folgen des „Mobilegeddon“ und gibt an, dass nicht optimierte Websites im Ranking der mobilen Suchanfragen durchschnittlich um 0,21 Positionen gesunken sind. „Mobile-Friendly Sites“ haben sich hingegen um 0,2 Plätze verbessert. Diese Werte basieren auf einer Analyse von hunderttausenden URLs der Top-30 Suchergebnisse vor und nach dem Google-Update. Aufgrund der Datenmenge sind dies markante Auswirkungen – auch wenn sich die Veränderung um 0,21 Positionen zunächst gering anhört.

Diese Auswertungen untermauern die Erkenntnis, dass Websites heutzutage mobil optimiert sein müssen. Die mobile Optimierung ist neben dem neuen Rankingfaktor wichtig, um dem Nutzer eine bestmögliche Usability und geräteübergreifende, uneingeschränkte Darstellung aller Inhalte zu gewährleisten.
Ist die Website dann anpassungsfähig, wird dies beim nächsten „crawlen“ von Google erfasst und entsprechend im Suchalgorithmus berücksichtigt. Es sollte aber auch überprüft werden, ob Google die Website als mobil-freundlich erkennt. Wir kennen uns aus, analysieren Ihre Website und beraten Sie gerne!

Als Full Service Agentur realisieren wir Webanwendungen wie Websites von der Konzeption über die Gestaltung, bis hin zur technischen Umsetzung im Front- und Backend.