Biometric Wearables – Folge deinem Herzschlag

8. Januar 2016 at 12:05
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Durch Biometric Wearables eröffnen sich neue Möglichkeiten der Sammlung und intelligenten Verknüpfung von Nutzerdaten

 

Auch im neuen Jahr 2016 werden Wearables eine immer größere Rolle spielen. Als nettes Accessoires für Tech-Nerds belächelt, werden Apple Watch und Konsorten noch zu selten berücksichtigt. Doch gerade im Bereich der Sammlung von Nutzerdaten spielen die biometrischen Sensoren der Smart-Watches und Fitness-Armbänder eine immer größere Rolle. Ob Pulsschlag oder Fingerabdruck, solche Daten geben nicht nur Auskunft über unsere körperliche Verfassung, sondern dienen auch als Authentifizierungsmerkmale und Spiegel unserer Gefühle.

Das Unternehmen Nymi aus Toronto hat sich mit dem Nymi Band auf die Erfassung der sogenannten HeartID spezialisiert. Die ID beschreibt die individuellen Herzströme des Trägers. Dieser Rhythmus ist bei jedem Menschen einzigartig. Nymi nutzt diese Einzigartigkeit zur Authentifizierung bei der Bezahlung an NFC-Terminals. Zusammen mit Mastercard gibt es schon eine erste Testphase.

Für eine etwas eigenartige, aber durchaus interessante Idee nutzt Westlotto die biometrischen Sensoren. Mit der App „Sim Keno“ kann man seine persönlichen Glückszahlen durch den eigenen Pulsschlag und einen Algorithmus errechnen lassen. So kann man sich seine Zahlenkombination aus den Körperdaten der letzten 24 Stunden errechnen lassen. Ob die Gewinnchance hierdurch steigen, lässt sich bezweifeln. Eine einzigartige Idee ist es allemal. Laut Westlotto „…erfindet ‚unBEATable’ das Lottospiel neu, da es einfach ins Leben einer jungen Zielgruppe integriert wird.“

 

 

Verschiedene Streaming-Portale machen sich die Messung von biometrischen Daten auch schon zu Nutze. So wird eine automatisierte Bewertung von Filmen und Musik durch gemessene Gefühle ermöglicht. Eine ausführliche Rezension entsteht hierdurch zwar nicht, jedoch lässt sich erkennen ob der Nutzer eingeschlafen ist oder einen Schockmoment erlebt hat. Somit entsteht eine kostenfreie Marktforschung, die den Nutzer interaktiv integriert.

Alleine diese drei Beispiele geben einen Einblick in die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten von Biometric-Wearables. Was bei all den Vorteilen allerdings nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Sensibilität von Daten wie Puls, Blutdruck oder Fingerabdruck. Denn was gibt es persönlicheres als den eigenen Herzschlag.