Bootstrap v4 Framework als BETA Version

5. September 2017 at 17:41

Bootstrap v4

 

Bootstrap v4 – das bekannte Framework geht endlich in die BETA Version über. Nach 2 Jahren Entwicklungszeit wurde nun endlich das erste BETA Release von Bootstrap v4 veröffentlicht. Auf die Highlights bzw. Major Changes in der neuen Version möchten wir in diesem Blogbeitrag eingehen.

Das modular aufgebaute und frei verfügbare HTML, CSS und JavaScript Framework enthält vordefinierte Gestaltungsvorlagen und Elemente auf Basis von HTML und CSS und optional auch JavaScript Erweiterungen. Mit Bootstrap kann man so relativ schnell Typografie, Formulare, Buttons, Tabellen, Grid-Systeme, Navigations- und andere Oberflächengestaltungselemente einsetzten.

Präprozessor Wechsel (Less zu Sass)

Eine elementare Änderung ist mit Sicherheit der Wechsel von Less zu Sass. Durch LibSass, welches in C/C++ geschrieben wurde und somit noch performanter ist als Sass (in Ruby geschrieben), kompiliert Bootstrap laut eigenen Angaben jetzt noch schneller. Sass hat außerdem eine sehr große Community von Entwicklern die stetig wächst und hilfreichen Support bietet.

Verbessertes Grid-System

Bootstrap setzt verstärkt auf Flexbox und hat das Grid überarbeitet. Durch eine neue Grid-Ebene können mobile Geräte noch besser angesteuert und kontrolliert werden. Dafür wurden im neu geschriebenen Sass Code ebenfalls die Variablen, Mixins, uvm. überarbeitet.

Neues Feature: Cards

Thumbnails, Wells und Panels wurden durch Cards ersetzt. Cards stellen einen flexiblen und erweiterbaren Content-Container dar. So können einfach diverse Optionen für Header und Footer genutzt werden. Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Voreinstellungen für die Steuerung von Content-Inhalten, kontextbezogene Hintergrundfarben und leistungsstarke Anzeigeoptionen.

Abschied von Normalize.css

Bootstrap arbeitet jetzt mit einem eigenen Reboot-Modul. Einige der Grundfunktionen von Normalize.css wurden geforkt und werden weiterhin in Reboot genutzt. Ziel ist das zuverlässigere Rendern der Layout-Elemente.

Neue Anpassungsmöglichkeiten

Statt Styles von Elementen (Transition, Verläufe, Schatten, usw.)  jeweils in separaten Stylesheets anzulegen, wurden in v4 all diese Optionen in Sass Variablen ausgelagert. So kann der User einfach eine Variable von Bootstrap überschreiben, wenn er z.B. einen Standard Schatten verändern möchte.

Keine IE8 und IE9 Unterstützung mehr

Alte Browser Versionen werden nur noch in v3 von Bootstrap unterstützt. Außerdem fand ein Wechsel von Pixel zu Rem-Units statt, um die Vorteile der aktuellen CSS Browser-Unterstützung für Komponenten-Größen zu nutzen und die Typografie zu verbessern.

Überarbeitung aller JavaScript Plug-Ins

Jedes Plug-In wurde in ES6 umgeschrieben, um die neuesten JavaScript Verbesserrungen wie z.B. die Teardown-Methoden, Optionstypprüfung, neuen Methoden und vieles mehr zu nutzen.

Daneben bringt Bootstrap noch weitere Features mit sich. Unter anderem wurden die Tooltips, Popovers und Dropdowns verbessert, die Dokumentation hat ein Re-Design erfahren, hunderte neue Responsive Utility-Klassen, neue Komponenten und vieles mehr…

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass auf dem Weg zu v4 einiges passiert ist. Man darf gespannt sein, wie sich die Änderungen auswirken und ob Bootstrap weiterhin seiner Vormachtstellung des populärsten Frameworks gerecht wird.

Die neue Beta-Version kann im neuen Look auf der Bootstrap-Seite begutachtet werden https://getBootstrap.com/.

Der Autor des aktuellen Blogbeitrages, Lino Reiter, ist Junior Frontend Developer in unserem Kölner Büro.