Frontend Tools und Trends, die man in diesem Jahr im Auge behalten sollte

3. Februar 2017 at 13:48
Frontend Tools und Trends

Frontend Tools und Trends

Wie wir alle wissen, ist das Internet ein sehr schnelllebiges Medium. Dasselbe gilt für Werkzeuge, Regeln und Möglichkeiten, mit denen wir dieses Medium täglich neu erschaffen. Niemand will dabei in Sachen Web-Technologien auf das falsche Pferd setzen und riskieren, den Anschluss zu verlieren. Um das zu vermeiden, lohnt es sich, regelmäßig einen Blick auf alt bewährte sowie neue Technologien zu werfen, diese miteinander zu vergleichen und nach den Erfahrungen anderer Frontend-Experten zu fragen.
Um uns zu Jahresbeginn einen besseren Überblick zu verschaffen, haben wir die interessantesten Fakten aus zwei Umfragen mit jeweils mehr als 5.000 Frontend-Entwicklern zusammengetragen.

CSS Pre-Processors

Vermeintlich simples CSS kann schnell aus den Fugen geraten, wenn man nicht mit den richtigen Werkzeugen arbeitet. Zu den bekanntesten und beliebtesten Pre-Processors gehören weiterhin SASS/SCSS und LESS. Allerdings hat im Laufe der letzten Jahre in Sachen Beliebtheit SASS/SCSS den Konkurrenten LESS hinter sich gelassen. Interessant ist nun, dass der 2015 veröffentlichte Newcomer CSS-Modules bereits 2016 zu den drei meist genutzten Pre-Processors gehörte. Das liegt unter anderem daran, dass bei der Nutzung von CSS-Modules die Styles in JavaScript-Templates eingebunden werden. Bei der Arbeit mit dem JavaScript-Framework React, bringt dies beispielsweise einige Vorteile mit sich.

CSS-Preprocessors

Quelle: http://stateofjs.com/2016/css/

JavaScript-Frameworks

Um auf eine Vielzahl von vorgefertigten Funktionen zugreifen zu können und um die Entwicklung von kompletten Web-Applikationen deutlich zu erleichtern, sind JavaScript-Frameworks nach wie vor ein Muss. Etabliert haben sich hier vor allem React, Angular und dessen Nachfolger Angular2. Kein Wunder, dass sich diese Frameworks besonderer Beliebtheit erfreuen, wurden sie doch von Facebook bzw. Google entwickelt. Urteilt man aber nach der Zufriedenheit der Anwender und dem Interesse, mit den jeweiligen Frameworks (wenn bekannt) zu arbeiten, ist das noch relativ junge Framework Vue.js eine würdige Alternative. Und wenn es sich weiterhin so schnell in der Anwendung verbreitet, wird es bald zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für React und Angular.

JavaScript-Frameworks

Quelle: http://stateofjs.com/2016/frontend/

Build-Tools und Task-Runner

Alle Pre-Processors und Frameworks würden uns nichts nützen, wenn nicht jemand für uns unseren Code nehmen, bearbeiten und in handliche Pakete schnüren würde, die der Browser letztendlich auch verarbeiten kann. Die Rede ist von Build-Tools oder Task-Runnern. Zu den alten Bekannten zählen hier Grunt und Gulp. Während Gulp mittlerweile immer mehr Anhänger findet als Grunt, zeichnet sich auch ein neuer Trend Richtung NPM-Scripts ab. Zurück zu den Wurzeln quasi, denn ohne eine vorgefertigte Auswahl an Paketen und deren Abhängigkeit zueinander, erlaubt die direkte Nutzung der Node-Skripte eine individuellere Abstimmung für das eigene Projekt. Beim Erstellen eigener Tasks entstehen aber möglicherweise Probleme die Grunt und Gulp schon längst gelöst haben.

Build-Tools und Task-Runner

Quelle: https://ashleynolan.co.uk/blog/frontend-tooling-survey-2016-results

Wer noch mehr über die Trends im Bereich Frontend wie z.B. Testing Frameworks, JavaScript-Flavors, API-Layers, JavaScript Module Bundlers und dergleichen erfahren möchte, findet unter folgenden Links die repräsentativen Umfragen:

stateofjs.com
ashleynolan.co.uk