Hält das Framework Kendo UI das, was es verspricht?

10. Februar 2017 at 11:42
Kendo UI

Was kann das Framework Kendo UI?

Frameworks erleichtern Entwicklern den Arbeitsalltag durch das Bereitstellen von Grundgerüsten, auf denen unterschiedliche Komponenten aufgebaut werden können. Mit Kendo UI liefert Telerik nun ein umfangreiches Framework für die responsive Webentwicklung. Neben Standard-Komponenten wie Navigation, Buttons oder Slidern, enthält Kendo auch unterschiedliche Themes sowie einen Konfigurator zum Generieren individueller Themes. Da Browserkompabilität und responsives Verhalten feste Bestandteile sind, bietet Kendo UI für viele Komponenten eine gute Basis.

Beispiel eines Diagramms in Kendo UI

Quelle: http://demos.telerik.com/kendo-ui/grid/index

Ein Vorteil von Kendo UI im Vergleich zu anderen Frameworks ist außerdem die Komponentenvielfalt zur Darstellung komplexer Daten. Dazu gehören diverse Diagramme, Tabellen mit unterschiedlichen Filteroptionen und der Export von Daten als PDF, PNG oder SVG. Zusätzlich sind zahlreiche Funktionen integriert, wie zum Beispiel Filteroptionen, Sortierung oder das Suchen von Tabelleninhalten.

Kendo UI Beispiel einer Tabelle

Quelle: http://demos.telerik.com/kendo-ui/grid/index

Nachteile ergeben sich allerdings, wenn der Entwickler eigene Klassen verwenden möchte. Kendo UI generiert hauptsächlich Markup über Javascript, daher ist eine Anpassung der Klassen auch nur über Javascript möglich. Ein weiterer Nachteil ist, dass Kendo UI – wie alle anderen Javascrip-Frameworks – ohne Javascript nicht funktioniert. Das vom Framework generierte Markup wird erst sichtbar, wenn die Javascript Datei vollständig geladen wurde. Bei geringer Bandbreite, vor allem auf mobilen Geräten, kann das Laden länger dauern, so dass zunächst nur eine leere Seite sichtbar ist.

Letztlich überzeugt Kendo UI aber nicht nur als Framework für komplexe Komponenten, sondern auch durch den angebotenen Support. Beeindruckend ist die ausführliche Dokumentation aller Komponenten mit ihren Optionen und Funktionen sowie zahlreicher Demos, die vom User testweise bearbeitet werden können. Ein zusätzliches Dojo bietet die Möglichkeit eigene Komponenten zu veröffentlichen oder Beispielcode für Fragen im Rahmen des Forums bereitzustellen.

Fazit

Wer sich die Arbeit mit Tabellen und Diagrammen erleichtern möchte, sollte sich näher mit Kendo UI auseinandersetzten. Die gute Dokumentation erleichtert den Einstieg in das Framework und viele Styles sind über die Themes veränderbar. Dabei sollte das gewünschte Layout allerdings nicht zu stark vom Kendo-Standard abweichen.