Spiel, Spaß, Sieg!

13. März 2017 at 14:24
Gamification

Nicht nur Kinder haben Spaß an spielerischen Aktivitäten

Jeder von uns, der die letzten Jahre nicht zufällig auf einer einsamen Insel verbracht hat, weit entfernt von Internet und Zivilisation, kam um einige App-Hypes nicht herum. Kilometerweit sind wir auf der Jagd nach Pokémon und mit der hilfreichen Unterstützung von Runtastic oder Freeletics gelaufen. Games und spielerisch verpackte Anwendungen sind seit Jahren auf dem Vormarsch und verbreiten sich mehr und mehr – vor allem im Non-Gaming-Bereich. Liest man das Wort „Spielen“ ist das erste Bild im Kopf vermutlich das eines spielenden Kindes im Sandkasten und keine Person im Erwachsenenalter. Aber nicht nur Kinder haben Spaß an spielerischen Aktivitäten. Am Beispiel Pokémon Go wird deutlich, dass es sich bei der Hauptnutzergruppe der Game-Anwendung in Kombination mit Virtual Reality nicht etwa um das spielende Kind im Sandkasten oder den Teenager handelt, sondern um Erwachsene, die ihrem Spieltrieb nachgehen.

Was Web- und UX-Designer von Pokémon Go lernen können

8. August 2016 at 09:54
Pokémon Go aus der Sicht eines Webdesigners

Pokémon Go aus der Sicht eines Webdesigners

Ich war die Tage am deutschen Eck in Koblenz – der Ort, an dem Rhein und Mosel zusammenfließen und an dem der steinerne Kaiser Wilhelm I. in Übergröße über die Touristen, Anwohner und seit den letzten Wochen auch über Pokémon-Go-Spieler wacht. Das übergroße Monument Kaiser Wilhelms I. ist jetzt nicht mehr nur ein Andenken an den erfolgreichen Vereiniger Deutschlands, sondern auch eine Pokémon-Arena, die heute ganz besonders lebhaft umkämpft wird. Die zahlreichen Pokémon-Trainer haben das deutsche Eck mit ihrer Camping-Ausrüstung, ihren Smartphones, respektiven Powerbanks und Musikanlagen komplett für sich eingenommen.

Während sich viele darüber streiten, ob diese Entwicklung etwas Gutes oder Schlechtes für die Gesellschaft darstellt, gehe ich heute darauf ein, was wir (ob Pokémon-Fan oder -Gegner) von der erfolgreichen App als Web- und UX Designer lernen können.

App-Berechtigungen im UX-Design – Die 3 Säulen zum „Ja“

3. Juni 2016 at 15:45
App-Berechtigungen im UX-Design

App-Berechtigungen im UX-Design

Wir kennen das alle: Da gibt es diese App. Die Bewertungen sind hervorragend. Die Funktionen bieten genau das, was ich gerade brauche. Und günstig ist sie auch noch (oder gar kostenlos)! Download und Installation sind fix abgeschlossen und voller Vorfreude starten wir die App zum ersten Mal um dann –

„Die App benötigt deinen Standort“

„Die App benötigt Zugriff auf dein Adressbuch und alle Kontakte“

„Die App benötigt Zugriff auf die Kamera“

„Die App benötigt Zugriff auf deine Web-Aktivitäten“

– und schon haben wir die App gelöscht. Zum Vermeiden dieses Szenarios bietet es sich an, eine Berechtigungs-Strategie zur Hand zu haben, die für den App-Nutzer so verständlich wie sinnvoll ist. Aber wie soll das gehen?

Invision – Prototyping Harder. Better. Faster. Stronger!

24. Juli 2015 at 17:54

Invision App

 

Seit geraumer Zeit ist Invision in vielen Agenturen, DAS Prototyping-Tool. Warum? Weil es unfassbar einfach zu bedienen ist und durch wenige Klicks ein swipebarer Wireframe etc. entsteht. Und das auf ganz intuitiver Basis, ohne technische Vorkenntnisse.

Facebook Gewinnspiel-Richtlinien

27. Mai 2013 at 17:58

Facebook-Apps und Facebook-Tab-Pages unterliegen einer ganzen Menge Regeln, die es zu beachten gibt. Tatsächlich verstoßen wahrscheinlich die meisten Aktionen und Apps auf Facebook mehr oder weniger stark gegen diese Richtlinien. So ist es zum Beispiel mittlerweise verboten, mit Pfeilen zum „Like“ Button zu deuten und die Leute aufzufordern diesen zu drücken. Auch für Gewinnspiele gelten eine Menge Vorschriften.
Für Hannover 96 habe ich mich ein wenig damit beschäftigt und aus verschiedenen Quellen die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

Eventuell hilft es ja dem ein oder anderen. Der hier abgebildete Stand ist dabei Mai 2013 – die Richtlinien verändern sich aber immer wieder und ich bin auch kein Jurist 🙂

Regeln

  1. Den Anwendungs-Richtlinien entsprechend müssen Facebook Gewinnspiele auf einer Canvasseite oder Seiten-Anwendung organisiert werden.
  2. Alle Gewinnspiele müssen deutlich machen, dass Facebook an ihrer Organisation nicht beteiligt ist.
  3. Die Teilnahme an einem Gewinnspiel darf nicht von einer Facebook-Funktion abhängig sein – außer von der ‚Gefällt mir‘-Angabe auf einer Seite, dem Einchecken an einem Ort oder dem Verbinden mit einer Anwendung.
  4. Die Teilnahme an einem Gewinnspiel darf nicht durch die Nutzung einer Facebook-Funktion erfolgen – schon gar nicht automatisch. Auch eine Abstimmung im Rahmen eines Gewinnspiels muss ohne den Einsatz der Facebook-Funktionen vonstattengehen.
  5. Die Gewinner dürfen nicht über Facebook benachrichtigt werden.

Stand 02.05.2013 Die Details immer aktualisiert hier: Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten

 

Zu 1

Canvas-Seiten und Seiten-Anwendungen werden nur auf der Facebook-Seite eingebettet liegen aber auf externen Servern. So distanziert sich Facebook von jeglicher Haftung für rechtwidrige Gewinnspiele von Dritten. Außerdem möchte Facebook damit seine Nutzer vor Belästigungen durch Spam schützen.

Das bedeutet aber auch, dass Gewinnspiele auf der Pinnwand bzw. Chronik eines Unternehmens eigentlich nichts verloren haben.

 

Zu 2

Gewinnspiele auf Facebook sollten folgende Elemente enthalten, am besten in den Teilnahmebedingungen:

  • Eine vollständige Freistellung von Facebook von jedem einzelnen Teilnehmer
  • Die Anerkennung, dass das Gewinnspiel in keiner Verbindung zu Facebook steht und in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert wird.
  • Eine Offenlegung, dass der Teilnehmer die Informationen dem Empfänger der Informationen und nicht Facebook bereitstellt.

 

Zu 3

Die Registrierung für bzw. die Teilnahme an einem Gewinnspiel/ einer Promotion darf nicht davon abhängig gemacht werden, dass Nutzer gezwungen sind, durch Facebook-Funktionen eine Handlung durchzuführen. Der Fan darf nicht dazu aufgefordert werden einen Beitrag auf der Chronik zu liken, zu teilen, zu kommentieren oder etwas zu posten um an einem Gewinnspiel teilzunehmen (Promotion Guidelines).

Dies gilt nicht nur für Facebook-Funktionen auf der Chronik sondern auch für alle möglichen Facebook-Plugins, die auf externen Inhalten eingebaut werden können. So dürfen Nutzer auch nicht innerhalb einer Applikation dazu gezwungen werden mit Facebook-Funktionen Handlungen durchzuführen. Ob ein Nutzer die Social-Plugins von Facebook (Like-Button, Kommentarfunktion, Teilen-Funktion, Markierungsfunktion, etc.) innerhalb einer Applikation nutzt, soll ihm selbst überlassen bleiben und nicht als Bedingung für die Teilnahme an einer Aktion gelten.

Was erlaubt ist: Bild: Pringles FantesticIncentiviertes „Freunde einladen“ im Sinne von „Member-gets-Member“. Im Rahmen der Fantestic Flavor Explosion von Pringles Deutschland sollten Nutzer ein eigenes Schlaaaand Team gründen und hatten außerdem die Möglichkeit mittels der Facebook Einladungsfunktion bis zu drei Freunde in das eigene Team einzuladen. Mit jeder tatsächlich angenommenen Einladung, konnte der Team-Chef die Gewinnchancen seines Teams erhöhen. Das Entscheidende hier ist, dass die eingeladenen tatsächlich annehmen und die App besuchen müssen. Das reine Versenden von Einladungen gilt hier nicht (denn es kann schnell zu SPAM führen).

Die zweite Funktion welche genutzt werden darf ist der „Check-in“. Mit Blick auf Local-Deals (wie z.B. Foursquare) ist es erlaubt es zur Bedingung zu machen, dass ein Nutzer sich z.B. bei Starbucks einchecken muss um ein Incentive zu erhalten.

Ausnahme Fan-Gate: Die große Ausnahme bilden die sogenannten Fangates, bei denen nur Fans einer Seite Zugang zum Gewinnspiel erhalten. Möchte sich ein Nicht Fan für das Gewinnspiel registrieren, muss dieser zuerst Fan der Seite werden, bevor er zum Registrierungsformular weitergeleitet wird. In diesem Fall führt das „Fan werden“ nicht zu einer automatischen Teilnahme am Gewinnspiel, sondern die anschließende Registrierung in einem gesonderten Formular.

 

Zu 4

Bild: Fairy LieblingsduftHier spielt es keine Rolle ob diese Gewinnspielaktion innerhalb einer Applikation, innerhalb eines Facebook Fotoalbums oder auf der Website des Unternehmens erfolgt. Sobald die „Gefällt mir“ Schaltfläche für die Gewinnerermittlung verwendet wird, liegt ein Verstoß gegen die Promotion Guidelines vor.
Was erlaubt ist: Wenn es für den Nutzer nichts zu gewinnen gibt (kein Geld-, kein Nicht-Geld-Gewinn, keine Auszeichnung), darf die „Gefällt mir“ Schaltfläche genutzt werden. Keine Auszeichnung bedeutet, dass auch keine Abstimmung zum “Fans des Monats” oder “Bild des Monats” möglich ist, was im weitesten Sinne eine Auszeichnung wäre. Soll abgestimmt werden, geht man auf Nummer Sicher wenn ein eigens programmierter Voting-Mechanismus in einer separaten App verwendet wird. Im Zuge der „I Love Labello“ App konnten Nutzer schlicht und einfach für ihren Lieblings-Labello voten. Dies stellt also nur eine Erweiterung der einfachen Funktion “Dieses Produkt gefällt mir” dar. Die Abstimmung hat keinerlei Auswirkungen auf einen Gewinn oder Status.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, setzt Produkt-Likes einfach so um wie Fairy. Hier bekommen die Nutzer schlicht die Möglichkeit sich zu ihrer Lieblingssorte zu bekennen. So können erst gar keine Unklarheiten entstehen ob die Verwendung des Buttons nun eine erlaubte oder verbotene Form der Abstimmung darstellt.

 

Zu 5

Teilnehmerdaten dürfen ausschließlich über die Applikation erhoben werden und auch die Gewinner dürfen nur innerhalb der Applikation öffentlich benachrichtigt werden. Das Facebook-Nachrichtensystem (Nachrichten, Pinnwandbeiträge, Tags, Chat, etc.) darf somit nicht zur Gewinnerbenachrichtigung verwendet werden – auch nicht dann, wenn dies über private Profile von Mitarbeitern erfolgt.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, um Gewinnspielsieger in einer Applikation bekannt zu geben. Indem sie etwa in die App-Story integriert werden. Ein Beispiel ist hier die „Pirulo Jungly Expedition“ von Schöller.

Bild: Pirulo Jungly Expedtition