Shariff – Social Media Inhalte datenschutzkonform teilen

2. Dezember 2014 at 16:26

Shariff Buttons

 

C’t hat Ihre altbewährte 2-Click-Lösung für mehr Datenschutz beim Teilen von Social Media Inhalten weiterentwickelt, mit der nunmehr nur noch 1 Klick zum Teilen von Inhalten nötig ist.

Hintergrund ist der, dass die Standard-Empfehlungsbuttons von twitter, facebook & Co. via iFrame in Webseiten integriert werden und dadurch bereits beim Laden der Seite persönliche Daten an die sozialen Dienste übermittelt werden – auch dann wenn ein User gar nicht bei einem Dienst eingeloggt ist oder gar kein Konto besitzt. Mit der sog. 2-Click-Lösung konnten Webseitenbetreiber dieses Problem bisher umgehen, indem die Teilen-Knöpfe zunächst aktiviert werden müssen um einen Inhalt zu teilen. Diese zusätzliche Hürde wird mit den neuen Shariff-Buttons umgangen, nach der nur noch 1 Klick zum Teilen benötigt wird – bei gleichbleibendem Datenschutz. Zudem lassen sich die Buttons nach Herstellerangaben beliebig via CSS stylen.

Shariff stellt also die bessere Alternative zur 2-Click-Lösung dar und sollte diese in Zukunft auch bei uns ersetzen.

Die benötigten Dateien stehen unter der MIT-Lizenz zum Download auf Github bereit, inkl. einer detaillierten Anleitung zum Einbau: https://github.com/heiseonline/shariff

Wer mehr dazu erfahren möchte kann hier weiterlesen: http://www.heise.de/ct/ausgabe/2014-26-Social-Media-Buttons-datenschutzkonform-nutzen-2463330.html

Facebook: Impressumsfeld für kommerzielle Seiten

11. April 2014 at 09:00

Facebook erweitert sein neues Design für kommerzielle Seiten um ein neues Feld für das Impressum. Bisher musste man ja immer über externe Seiten Tab-Page Apps ein Impressum hinzufügen.

 

Hintergrund: Jeder Gewerbetreibende muss laut §15 Telemediengesetz auf seiner kommerziellen Webseite ein Impressum einbinden, welches auf den Betreiber hinweist. Dies gilt auch für Facebook-Seiten. Dabei reicht es nicht, das Impressum im Infobereich zu hinterlegen, da „Info“ nicht ausdrücklich darauf hinweist, dass sich dort auch das Impressum befindet (so ein Urteil vom Oberlandesgericht Düsseldorf).

Facebook erleichtert Unternehmern nun das Leben, die das Impressumsfeld ab sofort über „Seite aktualisieren“ einpflegen können. Es befindet sich dann zwar immer noch im Infobereich, wird aber nach der schrittweisen Umstellung auf der Hauptseite erscheinen.

Damit realisiert Facebook eine bedeutende Verbesserung, so dass auch Facebook-Seiten in Deutschland veröffentlicht werden können, ohne das eine externe Homepage zugeschaltet werden oder ein unsaubere Platzierung des Impressums gewählt werden muss.

Hier ge-„funden“: tomshardware.de

 

Facebook Gewinnspiel-Richtlinien

27. Mai 2013 at 17:58

Facebook-Apps und Facebook-Tab-Pages unterliegen einer ganzen Menge Regeln, die es zu beachten gibt. Tatsächlich verstoßen wahrscheinlich die meisten Aktionen und Apps auf Facebook mehr oder weniger stark gegen diese Richtlinien. So ist es zum Beispiel mittlerweise verboten, mit Pfeilen zum „Like“ Button zu deuten und die Leute aufzufordern diesen zu drücken. Auch für Gewinnspiele gelten eine Menge Vorschriften.
Für Hannover 96 habe ich mich ein wenig damit beschäftigt und aus verschiedenen Quellen die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

Eventuell hilft es ja dem ein oder anderen. Der hier abgebildete Stand ist dabei Mai 2013 – die Richtlinien verändern sich aber immer wieder und ich bin auch kein Jurist 🙂

Regeln

  1. Den Anwendungs-Richtlinien entsprechend müssen Facebook Gewinnspiele auf einer Canvasseite oder Seiten-Anwendung organisiert werden.
  2. Alle Gewinnspiele müssen deutlich machen, dass Facebook an ihrer Organisation nicht beteiligt ist.
  3. Die Teilnahme an einem Gewinnspiel darf nicht von einer Facebook-Funktion abhängig sein – außer von der ‚Gefällt mir‘-Angabe auf einer Seite, dem Einchecken an einem Ort oder dem Verbinden mit einer Anwendung.
  4. Die Teilnahme an einem Gewinnspiel darf nicht durch die Nutzung einer Facebook-Funktion erfolgen – schon gar nicht automatisch. Auch eine Abstimmung im Rahmen eines Gewinnspiels muss ohne den Einsatz der Facebook-Funktionen vonstattengehen.
  5. Die Gewinner dürfen nicht über Facebook benachrichtigt werden.

Stand 02.05.2013 Die Details immer aktualisiert hier: Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten

 

Zu 1

Canvas-Seiten und Seiten-Anwendungen werden nur auf der Facebook-Seite eingebettet liegen aber auf externen Servern. So distanziert sich Facebook von jeglicher Haftung für rechtwidrige Gewinnspiele von Dritten. Außerdem möchte Facebook damit seine Nutzer vor Belästigungen durch Spam schützen.

Das bedeutet aber auch, dass Gewinnspiele auf der Pinnwand bzw. Chronik eines Unternehmens eigentlich nichts verloren haben.

 

Zu 2

Gewinnspiele auf Facebook sollten folgende Elemente enthalten, am besten in den Teilnahmebedingungen:

  • Eine vollständige Freistellung von Facebook von jedem einzelnen Teilnehmer
  • Die Anerkennung, dass das Gewinnspiel in keiner Verbindung zu Facebook steht und in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert wird.
  • Eine Offenlegung, dass der Teilnehmer die Informationen dem Empfänger der Informationen und nicht Facebook bereitstellt.

 

Zu 3

Die Registrierung für bzw. die Teilnahme an einem Gewinnspiel/ einer Promotion darf nicht davon abhängig gemacht werden, dass Nutzer gezwungen sind, durch Facebook-Funktionen eine Handlung durchzuführen. Der Fan darf nicht dazu aufgefordert werden einen Beitrag auf der Chronik zu liken, zu teilen, zu kommentieren oder etwas zu posten um an einem Gewinnspiel teilzunehmen (Promotion Guidelines).

Dies gilt nicht nur für Facebook-Funktionen auf der Chronik sondern auch für alle möglichen Facebook-Plugins, die auf externen Inhalten eingebaut werden können. So dürfen Nutzer auch nicht innerhalb einer Applikation dazu gezwungen werden mit Facebook-Funktionen Handlungen durchzuführen. Ob ein Nutzer die Social-Plugins von Facebook (Like-Button, Kommentarfunktion, Teilen-Funktion, Markierungsfunktion, etc.) innerhalb einer Applikation nutzt, soll ihm selbst überlassen bleiben und nicht als Bedingung für die Teilnahme an einer Aktion gelten.

Was erlaubt ist: Bild: Pringles FantesticIncentiviertes „Freunde einladen“ im Sinne von „Member-gets-Member“. Im Rahmen der Fantestic Flavor Explosion von Pringles Deutschland sollten Nutzer ein eigenes Schlaaaand Team gründen und hatten außerdem die Möglichkeit mittels der Facebook Einladungsfunktion bis zu drei Freunde in das eigene Team einzuladen. Mit jeder tatsächlich angenommenen Einladung, konnte der Team-Chef die Gewinnchancen seines Teams erhöhen. Das Entscheidende hier ist, dass die eingeladenen tatsächlich annehmen und die App besuchen müssen. Das reine Versenden von Einladungen gilt hier nicht (denn es kann schnell zu SPAM führen).

Die zweite Funktion welche genutzt werden darf ist der „Check-in“. Mit Blick auf Local-Deals (wie z.B. Foursquare) ist es erlaubt es zur Bedingung zu machen, dass ein Nutzer sich z.B. bei Starbucks einchecken muss um ein Incentive zu erhalten.

Ausnahme Fan-Gate: Die große Ausnahme bilden die sogenannten Fangates, bei denen nur Fans einer Seite Zugang zum Gewinnspiel erhalten. Möchte sich ein Nicht Fan für das Gewinnspiel registrieren, muss dieser zuerst Fan der Seite werden, bevor er zum Registrierungsformular weitergeleitet wird. In diesem Fall führt das „Fan werden“ nicht zu einer automatischen Teilnahme am Gewinnspiel, sondern die anschließende Registrierung in einem gesonderten Formular.

 

Zu 4

Bild: Fairy LieblingsduftHier spielt es keine Rolle ob diese Gewinnspielaktion innerhalb einer Applikation, innerhalb eines Facebook Fotoalbums oder auf der Website des Unternehmens erfolgt. Sobald die „Gefällt mir“ Schaltfläche für die Gewinnerermittlung verwendet wird, liegt ein Verstoß gegen die Promotion Guidelines vor.
Was erlaubt ist: Wenn es für den Nutzer nichts zu gewinnen gibt (kein Geld-, kein Nicht-Geld-Gewinn, keine Auszeichnung), darf die „Gefällt mir“ Schaltfläche genutzt werden. Keine Auszeichnung bedeutet, dass auch keine Abstimmung zum “Fans des Monats” oder “Bild des Monats” möglich ist, was im weitesten Sinne eine Auszeichnung wäre. Soll abgestimmt werden, geht man auf Nummer Sicher wenn ein eigens programmierter Voting-Mechanismus in einer separaten App verwendet wird. Im Zuge der „I Love Labello“ App konnten Nutzer schlicht und einfach für ihren Lieblings-Labello voten. Dies stellt also nur eine Erweiterung der einfachen Funktion “Dieses Produkt gefällt mir” dar. Die Abstimmung hat keinerlei Auswirkungen auf einen Gewinn oder Status.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, setzt Produkt-Likes einfach so um wie Fairy. Hier bekommen die Nutzer schlicht die Möglichkeit sich zu ihrer Lieblingssorte zu bekennen. So können erst gar keine Unklarheiten entstehen ob die Verwendung des Buttons nun eine erlaubte oder verbotene Form der Abstimmung darstellt.

 

Zu 5

Teilnehmerdaten dürfen ausschließlich über die Applikation erhoben werden und auch die Gewinner dürfen nur innerhalb der Applikation öffentlich benachrichtigt werden. Das Facebook-Nachrichtensystem (Nachrichten, Pinnwandbeiträge, Tags, Chat, etc.) darf somit nicht zur Gewinnerbenachrichtigung verwendet werden – auch nicht dann, wenn dies über private Profile von Mitarbeitern erfolgt.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, um Gewinnspielsieger in einer Applikation bekannt zu geben. Indem sie etwa in die App-Story integriert werden. Ein Beispiel ist hier die „Pirulo Jungly Expedition“ von Schöller.

Bild: Pirulo Jungly Expedtition