„Spartan“ kommt – die Ära des Internet Explorers endet

1. April 2015 at 12:34

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Mit Windows 10 Build 10049 hat Microsoft eine Preview veröffentlicht, die den Webbrowser „Project Spartan“ enthält. Angekündigt war der neue Browser bereits seit Januar dieses Jahres.

Derzeit ist noch nicht klar, unter welchem Namen der Browser in der neuen Windows 10 Version letztlich auf den Markt kommen wird. Fest steht jedoch, dass er nicht mehr den Namen Internet Explorer enthalten wird. Microsoft möchte mit diesem Schritt einen Neubeginn in der Webbrowser Geschichte des Unternehmens wagen und das schlechte Image des Internet Explorers, welches sich über zwanzig Jahre lang aufgebaut hat und von dem Microsoft trotz seiner Bemühungen nicht wegkommt, endgültig ablegen.

Spartan soll von Grund auf neu programmiert sein und somit keine Altlasten des Internet Explorers mitschleppen. Ebenfalls soll er auf die Bedürfnisse moderner Webanwendungen optimiert sein – was immer das heißt, wird sich dann zeigen. Erste Tests haben zumindest ergeben, dass die neue Rendering-Engine namens „Edge“ um einiges schneller ist als die des aktuellen IE11. Die aktuelle Build Version weist zwar noch einige Fehler auf, man kann aber gespannt sein, wie letztendlich das fertige Produkt aussehen und laufen wird.

Völlig verschwinden wird der IE allerdings auch unter Windows 10 nicht. Zumindest nicht in der Enterprise Version. Um die Kompatibilität von Produkten wie zum Beispiel Sharepoint oder Eigenentwicklungen innerhalb der Unternehmen zu gewährleisten, wird es auch in der neuen Windows Version weiterhin einen Internet Explorer geben.

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass Microsoft ab dem 12. Januar 2016 ältere Versionen des Internet Explorers nicht mehr unterstützen wird. Ab diesem Zeitpunkt enthalten nur noch bestimmte Kombinationen von Betriebssystemen und Browser-Versionen Support und Sicherheitsupdates. Die Unterstützung für den fünf Jahre alten Internet Explorer 8 stellt Microsoft für Windows-Desktop- und Windows-Server-Systeme vollständig ein. Damit teilt er das Schicksal von Windows XP, das seit April offiziell keine Updates mehr erhält.