Web-Analyse: Umstieg auf Google Universal Analytics

26. Februar 2016 at 08:00
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Die neue Version von Google Analytics ist mittlerweile der Beta-Phase entwachsen. Unternehmen sollten einen Umstieg prüfen.

 

Bereits Ende 2012 kündigte Google eine neue Version seiner Analyse-Software an und taufte sie „Universal Analytics“, wo hingegen die bisherige Version fortan unter „Standard Analytics“ verfügbar war. Universal Analytics durchlief zunächst eine Beta-Phase für eine geschlossene Nutzergruppe und später eine offene Beta-Phase.

Seit Abschluss dieser Beta-Phase ist Universal Analytics die offizielle Version, und nur diese wird seitens Google noch weiterentwickelt. Bereits seit längerem kann in Google Analytics für neu hinzugefügte Konten oder Properties nur noch der Script-Code von Universal Analytics verwendet werden.

Was aber tun, wenn bestehende Projekte schon seit Jahren auf Standard Analytics laufen? In diesem Fall sollte über einen Umstieg nachgedacht werden, um auch weiterhin von Optimierungen und Weiterentwicklungen profitieren zu können. Neben der Frage der Zukunftssicherheit gibt es auch einige interessante neue Features innerhalb von Universal Analytics, deren Einsatz abgewogen werden sollte.

So kann mit Universal Analytics beispielsweise ein Tracking über mehrere Endgeräte hinweg erfolgen, sofern die Website eine Möglichkeit zur eindeutigen Nutzer-Identifikation wie z.B. einen Login-Bereich bietet. In diesem Fall lässt sich exakt differenzieren, wann ein und derselbe Nutzer mit welchem Endgerät auf der Website aktiv war. Eine tiefergehende Analyse kann sehr interessante Informationen zur Customer Journey und für das Customer Lifecycle Management zutage fördern, aus denen wichtige Rückschlüsse für künftige Ausgaben im Bereich Online-Marketing und Website-Optimierung gezogen werden können.

Zudem können – mit einer entsprechenden Erweiterung der Datenschutz-Bestimmungen – Daten aus dem Google Display Network zur Analyse der eigenen Website-Besucher in puncto demographisches Profil und Interessen-Schwerpunkte ausgewertet werden.

Für einen Umstieg auf Universal Analytics sollte zunächst eine Test-Property erstellt werden, deren Script-Code dann zusätzlich zum bestehenden Code in die Website integriert wird. Arbeitsintensiver kann hier die Erweiterung eines vorhandenen Event-Trackings werden.

Nun wird über einen Zeitraum von mehreren Tagen im Parallel-Betrieb geprüft, ob die Analyse-Zahlen identisch sind. Sobald dies der Fall ist, wird die Konto-ID des bestehenden Kontos in den neuen Script-Code übernommen, und der alte Code wird entfernt. So ist gewährleistet, dass sämtliche historischen Daten erhalten bleiben.

Im Zuge der Umstellung auf Universal Analytics besteht zudem die Möglichkeit, zusätzlich den Google Tag Manager einzusetzen. Der Einsatz des Tag Managers lohnt sich vor allem dann, wenn häufiger Tracking-Code von externen Partnern werden muss, z.B. im Rahmen von Affiliate- oder Display-Kampagnen. Hier bietet der Tag Manager schnelle Integrations-Möglichkeiten über eine separate Oberfläche, wodurch sich Eingriffe in den Quellcode erübrigen. Allerdings verursacht das Setup des Tag Managers einen gewissen Aufwand, so dass hier abzuwägen ist, ob die Integration wirtschaftlich sinnvoll ist.

Bei Fragen zu diesen Themen wenden Sie sich gerne an uns!